Autos versichern – weltweit ein Muss oder doch nicht?

Nicht überall auf der Welt muss man seine Autos versichern. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie man das in Deutschland tun muss. Dabei ist auch in Deutschland nur die Haftpflicht wirklich eine Pflichtversicherung. Eine ganze Reihe von Länder schreiben nämlich nur einen etwas laschen Umgang mit der Autoversicherung vor. Es heißt also nicht nur „Andere Länder, andere Sitten“, sondern auch „Andere Länder, andere Arten die Autos zu versichern“ – und zwar in Höhe der Deckung, wie auch in der Breite der Deckung. In vielen Ländern ist die Autoversicherung sogar noch teurer als in Deutschland. So zum Beispiel in den USA und auch in Kanada. In Frankreich und in Italien indes ist die Autoversicherung keine Luxusversicherung. Allerdings muss man hier auch mit Abschlägen rechnen.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de


Japan

Autoversicherungen gibt es auch in Japan. Dieses Land hat den größten Versicherungsmarkt von Asien. Die Branche in anderen asiatischen Ländern steckt schließlich noch in den Kinderschuhen, während Japan eines der G20 Länder ist, die auch nicht mehr Schwellenland sind, auch wenn das Land und seine Bevölkerung einst gegen die USA Krieg führten und unterlagen. – Auferstanden aus Ruinen sozusagen. Japans Versicherungen indes können sich auf Augenhöhe mit den Großen in Europa und den USA bewegen. Es gibt aber auch Probleme – die Demografie zum Beispiel. In Japan machen Autoversicherungen rund 50 Prozent der Einnahmen von Japans Schadens- und Unfallversicherern aus. Allerdings erwirtschaftet die einstige Gewinnquelle seit Jahren Verluste. Denn die Zahl der Autos und auch die Schadenssumme steigen, die Prämien stagnieren.

Australien

Die Autoversicherung in Australien gestaltet sich ganz anders als die in Deutschland oder der Schweiz oder in Österreich. Es gibt hier Begriffe wie Rego, Third Party Personal Insurance, Third Party Property Insurance, aber auch RAC und NRMA und die Thematik Selbstbehalt-Ausschluss-Versicherung (SBAV). Vorschrift ist, dass die Autofahrer in Australien auf jeden Fall eine gültige Registrierung (Rego) vorweisen können. Enthalten ist hier automatisch die sogenannte „Third Party Personal Insurance“. Auch die Haftpflichtversicherung (TPI oder green slip genannt) sollte man haben. Denn nur dann sind verursachte Personenschäden abgesichert. Wenn der Besitzer des Autos wechselt, überträgt sich die Rego automatisch auf den neuen Eigentümer.