Bali – Ausweichziel 2016

Wohin kann man eigentlich noch reisen? Das ist die Frage, die sich 2016 viele stellen. Denn die Angst vor Terroranschlägen beschäftigt seit Monaten viele. Aufgrund der möglichen Anschläge haben viele schon von sich ihre Buchungen für Reisen nach Tunesien, Marokko, Ägypten und auch in die Türkei storniert. Für die Türkei kommt hinzu, dass sich viele durch das doch komische Verhalten des dortigen Ministerpräsidenten einige irritiert fühlen. Denn kann man in ein Land reisen, dessen Ministerpräsident sich dermaßen gedemütigt fühlt, wenn ein deutscher Satiriker ihn in ein Schmähgedicht einbezieht? Überhaupt sollte die Rolle der Türkei als Urlaubsland künftig überdacht werden. Keiner reist schließlich in einen islamischen Staat, wo er auch als Tourist fürchten muss bespitzelt zu werden. Aus diesem Grund rücken auch andere Länder so kurz vor dem Jahresurlaub ins Blickfeld der Verbraucher – wie Ferien in Bali.

Foto: C. Scheumann  / pixelio.de
Foto: C. Scheumann / pixelio.de


Alles andere als gefährlich!

Auch wenn die einstigen Kolonialherren, die Niederländer, in Europa von Bali Anfang des 20. Jahrhunderts ein Bild schufen, das die Einwohner der Insel als Barbaren und Wilde darstellten, traf dieses Bild die Realität bei weitem nicht. Ab 1914 versuchten die Niederländer dieses anfänglich geschaffene Bild der Balinesen zu verändern. Sie stellten die Einwohner der Insel so dar, wie sie wirklich sind – friedliebend. Allerdings wurde die Kultur der Einwohner nur soweit geschützt, wie es dem Nutzen der Kolonialherren diente. So versuchte man erst den Tourismus auf die Schiene zu lenken, dass man Sextourismus zu fördern begann. Doch in den 1970er Jahren entdeckten die Hippies die Insel und entdeckten, dass auch die dortige Bevölkerung ein spirituelles Leben führte.

Badegäste und Surfer

Anders als die Hippies brachten ab den 1989er Jahren die Badegäste und Surfer wirklich Devisen ins Land. Die Hippies besaßen selbst nicht viel und machten einen auf Selbstversorger auf der Insel. Doch sie waren es letztlich, die dafür sorgten, dass die ersten Hotels auf der Insel entstanden. Heute hat man sich seitens der Regierung dazu entschlossen zwar Massentourismus zu praktizieren, aber das in einem gemäßigten Umfang. Der sanfte Tourismus auf Bali kommt allerseits gut an. Es kommen vor allem Briten, Deutsche und Australier auf die Insel.