Phuket – Geschichte

Kaum ein Tourist, der auf die Insel Phuket kommt, weiß wirklich, was ihn erwartet. Klar gibt es dort herrliche Strände und auch natürlich tolle Unterkünfte. Doch viele kennen nur die jüngste Geschichte der Insel als Weihnachten 2004 der schwere Tsunami hier auf Land traf und rund 8000 Menschen das Leben kostete (darunter viele ausländische Touristen). Was aber zuvor so in der Geschichte der Insel geschah, das ist weitgehend unbekannt. Dabei sind auch bis heute noch immer Spuren der Vergangenheit auf Phuket zu bewundern. Man muss sie nur entdecken. Hierzu gehören vor allem Bauten, die davon zeugen, dass Phuket einst im Indischen Ozean und im Handel mit Zinn eine wesentliche Rolle spielte. Dabei war Phuket nie – wie auch Thailand – von irgendeiner Kolonialmacht direkt besetzt. Thailand war damit unabhängig und wird nach wie vor vom thailändischen König regiert.

Foto: Katharina Wieland Müller  / pixelio.de
Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de


Zinnhandel und zwei Schwestern

Die Insel Phuket wurde im Übrigen im 2. Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Philosophen und Seefahrer Ptolemäus erwähnt. Phuket war damals durch Erosion schon vom Festland getrennt. Das geschah schon lange Zeit vorher. Der Grieche bezeichnete die Insel im Übrigen als Junk Ceylon und er fand die Einwohner meist im Nordteil der Insel lebend vor. Wegen dem Zinnvorkommen zeigten auch die Burmesen reges Interesse an Phuket. Doch es gelang immer wieder die Truppen abzuwehren. 1785 kam es zum entscheidenden Kampf und zwei Schwestern wurden damit zu Heldinnen. In Phuket Stadt steht ihren zu Ehren heute ein Denkmal. Rama I., damals König, verlieh den beiden einen Ehrentitel.