Tourismus auf Teneriffa auf neuen Wegen

Solange ist es gar nicht her, dass die Briten die Kanarischen Inseln das erste Mal als Touristen und nicht als Eroberer besuchten. Man kann sagen wieder einmal die Briten haben eine Urlaubswelt für sich entdeckt und gelten somit als die ersten Touristen auf der Insel Teneriffa. Doch als diese das erste Mal in Teneriffa an Land gingen, gab es natürlich noch nicht so große und prächtige Teneriffa Hotels wie heute. Der Bauboom setzte in den 1960er Jahren ein, nachdem in den 1950er Jahren die ersten Touristen mit dem Flugzeug auf die Insel gekommen waren. Doch die Anreise dauerte damals noch gut 2 Tage, also 4 Tage Hin-und Rückreise.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de


Bausünden der 1960er Jahre

Das war schon eine lange Zeit, die damals nur wenige Urlauber auf sich nahmen. In den 1970er Jahren war es dann endlich möglich mit den Großraumflugzeugen in kurzer Zeit vom europäischen Festland auf die Insel zu gelangen. Allerdings achtete man von Seiten der Regierung in den 1960er Jahren nicht darauf, was man wohin baute. Das Ergebnis waren unschöne und unansehnliche Hotelkomplexe, in denen sich die meisten Urlauber nicht wohlfühlten. Die meisten hatten zuhause ein eigenes Haus oder eine große Mietwohnung und sollten im Urlaub zu Dritt oder zu Viert nur in einem kleinen Hotelzimmer wohnen. Das war etwas, was bei den Urlaubern gar nicht gut ankam. Man spricht heute von Bausünden, die die Bettenburgen hervorbrachten.

Wandel im Tourismus

Erst in den 1990er Jahren gab es schließlich Überlegungen, ob man nicht doch einen Wandel im Tourismus vollziehen sollte, zumal es inzwischen schon einige Umweltprobleme gab. Die Bausünden der Vergangenheit hat man auf Teneriffa dabei heute weitgehend beseitigt und die Infrastruktur moderner ausgebaut. Auch hat man das Hinterland für die Touristen geöffnet und somit dem Aktivurlaub ein Tor geöffnet. Heute können die Touristen statt nur am Strand zu liegen auch das Hinterland mit Wanderungen zu Fuß und auch hoch zu Roß erkunden. Naturattraktionen wie der Teide, gleichzeitig der höchste Berg Spaniens, gehört heute zu den beliebten Touristenzielen. Doch auch hier müssen die Behörden aufpassen. Denn Müll und illegale Bauten bedrohen diese einmalige Natur inmitten des Atlantischen Ozeans.